Reisen, aber nicht nur. Eher sich einleben, leben. Lernen, arbeiten und Begegnungen zulassen. Keine Berührungsängste haben. Aus dem Alltag ausbrechen. Die Welt entdecken, die vor der Haustür beginnt. Mittels einer Sprache reisen. Dank Sprachkenntnissen Zugang zum Denken Anderer haben. Dank der Sprache mit Einheimischen reden, verhandeln. Ansprechbar sein und zuhören. Nachdenken und frei im Denken sein.
War Reisen mir einst der Schlüssel zu Freiheit und Weisheit, erscheint es mir heute ein fast sinnloses Unterfangen. Es ist ein Losfahren, um im Stau zu stehen. Ein Aufbrechen, um Teil eines endlosen Touristenstroms zu werden. Ich bin nur ungern Touristin, trotzdem schreibe ich Reiseführer. Noch lieber erzähle ich längere Geschichten über die Menschen, ihr Können und die Natur.
Als Jugendliche wollte ich aus einem Land ausbrechen, in dem ich keinen Reisepass besaß. Nachdem ich durch die Welt „getingelt“ bin, bindet mich jetzt ein Haus am See an einen Ort.
Lake stories: Die Geschichten auf meinem Blog Azzurro Diary handeln ab jetzt davon, wie sich die Natur ihr Reich zurückerobert, unsere Rolle darin und – wenn überhaupt – langsames Reisen.